Mechanische und elektrische Stabilität
Verteilung der Spannung
Einfaches Entfernen
Wicklungsarten
Kabelauswahl
Terminalauswahl
Minimalabstand zwischen Terminals
Erstellen einer Standard-Drahtwickelverbindung
Erstellen einer Drahtwickelverbindung mit Schneiden, Abisolieren und Wickeln
Qualitätssicherung
Vier generelle Probleme bei der Drahtwicklung
Im Jahre 1952 haben The Bell Laboratories bewiesen, dass mit einem Draht, der eng um einen Drahtterminal mit zwei scharfen Kanten gewickelt wird, eine einheitliche, gasdichte, lötfreie elektrische Verbindung gebildet werden kann. Seitdem ist in den Branchen Elektronik, Telekommunikation und Luftfahrt der Bedarf an zuverlässigen und kostengünstigen Methoden für lötfreie Verbindungen gestiegen. Das Problem wurde durch Drahtwicklung gelöst. Die Drahtwicklung ist jetzt eine allgemein verwendete Methode, um Signal- und Spannungsterminals in den modernen Industriebranchen zu verbinden.
Mechanische und elektrische Stabilität
Lötfreie gewickelte Verbindungen haben aufgrund ihres gasdichten Kontaktbereichs eine exzellente mechanische und elektrische Stabilität. Sie bleiben auch bei extremen Temperaturschwankungen, bei Feuchtigkeit, in korrodierenden Umgebungen und bei Vibrationen stabil. Durch die hohe Querkraft des Drahtes an der Ecke des Terminals und den hohen Kontaktdruck werden Oberflächenkontaminationen vom Draht und Terminal entfernt, so dass ein sehr guter, sauberer, oxydfreier, metallischer Kontakt mit einem großen Kontaktbereich entsteht. Der Anfangsdruck in der Mitte des Kontaktbereichs kann bis zu 100.000 psi erreichen. Wenn die Drahtwicklung abgeschlossen ist, sinkt der Druck durch Kaltfluss auf ca. 30.000 psi. An diesem Punkt stabilisiert sich das Metall und der Druck bleibt konstant.
Verteilung der Spannung
Wird das Kabel um die enge Kurve des Terminals gebogen, dann wird die Oxydschicht des Drahtes und des Terminals gebrochen und ein sauberer, oxydfreier metallischer Kontakt entsteht. Ein Durchschnitt durch die Kante des Terminals zeigt die Spannungsverteilung in einem Draht, der mit hoher Spannung um einen Terminal gewickelt wird.
Einfaches Entfernen
Eine gewickelte Verbindung kann schnell und dauerhaft hergestellt werden und weist überlegene mechanische und elektrische Eigenschaften auf. Sie kann aber auch ohne Beschädigung des Terminals leicht entfernt werden, falls erforderlich. Zum Auflösen der Verbindung wird ein Abwickelwerkzeug auf den Terminal gesetzt, das auf die erste Windung der Verbindung zugreift. Durch eine Drehung des Werkzeugs wird die Verbindung in Sekunden gelöst.
Wicklungsarten
(S)Standardwicklung - Nur der blanke Draht wird um den Pfosten gewickelt. (M) Modifizierte Wicklung - Jeweils die erste Hälfte von zwei Windungen um den Terminal werden mit Isolierung ausgeführt. Die Windungen erfolgen zusätzlich zu den empfohlenen Windungen mit blankem Draht. Mit dieser Methode wird die Fähigkeit der Verbindung, Vibrationen auszuhalten, erhöht und der Kabelbruch verringert.
Kabelauswahl
Als Wickeldraht kann jeder Massivleiter mit normaler Duktilität eingesetzt werden, am häufigsten wird verzinnter Kupferdraht verwendet. Die Verzinnung hat keinen Einfluss auf die Qualität der Verbindung. Sie ist jedoch hilfreich, wenn die Verbindung später gelötet werden soll. Eine minimale Spannung von 15% ist für 24 bis 32 AWG erforderlich, eine Spannung von 20% ist für größere Drahtdurchmesser erforderlich.

AWG

Durchmesser

Minimale Anzahl von Windungen

Minimale Abzugskraft

in

mm

lb

gms

Wickelspezifikationen für Draht

16

0.051

1.30

4

15

6800

18

0.0403

1.02

4

15

6800

20

0.032

0.81

5

8

3600

22

0.0253

0.64

5

8

3600

24

0.0201

0.51

6

7

3200

26

0.0159

0.40

7

6

2700

28

0.0126

0.32

8

5

2200

30

0.010

0.25

8

3

1400

32

0.008

0.20

8

3

1400

Terminalauswahl
Ein Terminal muss mindestens zwei scharfe Kanten haben. Die folgenden Terminals eignen sich für Drahtwickelverbindungen:
Minimalabstand zwischen Terminals
Damit Sie einen ausreichenden Abstand für die Auswahl eines Einsatzes und einer Hülse sicherstellen können, können Sie mit der Formel rechts den minimalen Abstand zwischen Terminals ermitteln.

Zum Berechnen von M benötigt der Bediener folgende Daten:
B - Radius des Einsatzes, der in den Spezifikationen für Drahtwickeleinsätze angegeben ist.
W - Drahtdurchmesser, für eine Standardwicklung oder den Durchmesser mit Isolierung für eine modifizierte Wicklung.
S - Wanddicke der Hülse, die in den Spezifikationen der Drahtwickelung-Hülse angegeben ist.
T - Breite des Terminals, die an der breitesten Stelle gemessen wird.

Ist der mit dieser Formel ermittelte Mindestabstand für Terminals kleiner oder gleich dem Terminalabstand bei der gewünschten Anwendung, dann reicht der bestehende Abstand für die Kombination aus Einsatz und Hülse aus. Ist der durch die Formel ermittelte Abstand größer als der Abstand in der gewünschten Anwendung, dann sollte eine andere Kombination aus Standard Pneumatic-Einsatz und Hülse ausgewählt werden.
Erstellen einer Standard-Drahtwickelverbindung
Zum Erstellen von mechanisch und elektrisch einwandfreien, lötfreien, gewickelten Verbindungen sind vier Schritte erforderlich.
1. Schritt
Führen Sie den vorher abisolierten Draht in den Drahtschlitz am Drahtwicklung-Einsatz ein.
2. Schritt
Verankern Sie den Draht in der Nut der Drahtwickelung-Hülse.
3. Schritt
Führen Sie den Terminal in die mittlere Öffnung des Drahtwickelseinsatzes ein.
4. Schritt
Aktivieren Sie das Drahtwickelwerkzeug. Dieses dreht den Drahtwicklung-Einsatz und wickelt damit den Draht um den Terminal.
Erstellen einer Drahtwickelverbindung mit Schneiden, Abisolieren und Wickeln
(CSW: cut, strip and wrap)
Zum Erstellen von Drahtwickelverbindung mit Schneiden, Abisolieren und Wickeln (Cut, Strip and Wrap - CSW) sind vier Schritte erforderlich..
1. Schritt
Führen Sie das isolierte Kabel in den Einsatz und die Hülse ein.
2. Schritt
Setzen Sie das Werkzeug auf den Terminal, der umwickelt werden soll.
3. Schritt
Aktivieren Sie das Drahtwickelwerkzeug. Überschüssiges Kabel wird abgeschnitten, wenn das Werkzeug mit der Wicklung beginnt.
4. Schritt
Das Abziehen der Isolierung und die Drahtwicklung erfolgen gleichzeitig.
Qualitätssicherung
Die Dichte der Drahtwicklung kann mit zwei Tests überprüft werden:
1. Bei der Abzugskraftprüfung (auch Entfernungstest - Pull-Test) wird geprüft, ob der Draht eng genug um den Terminal gewickelt wurde.
2. Bei der Abwickelprüfung (Unwrapping Test) wird festgestellt, ob das Kabel zu dicht um den Terminal gewickelt wurde. Dazu wird das Kabel vom Terminal abgewickelt. Wenn das Kabel beim Abwickeln bricht, dann wurde zu dicht gewickelt und ein anderer Drahtwicklung-Einsatz sollte verwendet werden .
Vier generelle Probleme bei der Drahtwicklung
Überwickeln
Drücken Sie nicht zu fest. Wird bei der Drahtwicklung zu fest auf das Werkzeug gedrückt, resultiert daraus eine Überwicklung, bei der eine oder mehrer Windungen über bestehende Windungen geraten. Eine Rückhaltevorrichtung ist hilfreich, um ein Überwickeln zu verhindern.
Nicht ausreichend Windungen
Drücken Sie den Draht ganz in den dafür vorgesehenen Schlitz. Drücken Sie den Draht ganz in den dafür vorgesehenen Schlitz. Wird der Draht nicht richtig in den Drahtschlitz des Einsatzes eingeführt, führt dies zu nicht ausreichenden Wicklungen bei normalen Drahtwicklungen oder nicht ausreichend Isolierung bei modifizierten Wicklungen.
Spiralenwicklung oder offene Wicklung
Entfernen Sie das Werkzeug nicht zu schnell. Entfernen Sie das Werkzeug nicht zu schnell. Wird das Drahtwickelwerkzeug entfernt, bevor die Wicklung abgeschlossen ist, kann dies zu Spiralwicklungen oder offenen Wicklungen führen, bei denen eine Windung weiter als 0,005 Zoll von der nächsten Windung entfernt ist. Bei "Schweineschwänzchen" ist die letzte Windung des Drahtes nicht vollständig gewickelt. Diese können auch durch zu schnelles Entfernen des Drahtwickelwerkzeugs verursacht werden. Eine Rückhaltevorrichtung (Anti-Backforce) hilft dabei, dieses Problem zu reduzieren.
Schweineschwänzchen
Wählen Sie den richtigen Einsatz und die richtige Hülse aus. Wählen Sie den richtigen Einsatz und die richtige Hülse aus. Der richtige Drahtwicklung-Einsatz und die Hülse sind abhängig von der Größe (Terminal-Diagonale) des Terminals, der umwickelt werden soll. Wenn der Durchmesser für die Terminalöffnung des Einsatzes nicht genau der Terminal-Diagonale entspricht, dann können Fehler wie lose Windungen oder Schweineschwänzchen auftreten.
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